Die Kirche „Zu den Acht Seligkeiten“ in Füssen wurde Anfang der 1960er-Jahre erbaut. Mit ihren rund 600 Plätzen bot sie dem neu entstandenen Stadtviertel sowie der benachbarten Bundeswehrgemeinde ein geistliches Zuhause. Doch die Zeit hinterließ ihre Spuren – auch der angeschlossene Kindergarten war inzwischen marode und deutlich zu klein geworden.
Im Jahr 2015 fiel schließlich die Entscheidung: Kirche und Kindergarten sollten abgerissen und neu errichtet werden. Es folgten intensive Jahre mit Workshops, Bürgerbeteiligung, Planungen und zahlreichen Berechnungen. Die Corona-Pandemie ab 2020 verzögerte das große Vorhaben zusätzlich.
2024 wurde das Gotteshaus schließlich von Dr. Bertram Meier, Bischof von Augsburg, in einer sehr bewegenden Feier profaniert – die Kirche mit ihren 600 Plätzen war bis auf den letzten Platz gefüllt. Bereits am nächsten Tag begann der Abriss.
Nun entsteht dort etwas ganz Besonderes: ein modernes, helles Begegnungszentrum mit Gruppenräumen, Mesnerei, Festsaal, multifunktionaler Kapelle, Pfarrbüro, Küche sowie einem Kindergarten mit sechs Gruppen. Ein neuer Kirchenbau ist in unserer Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr – umso bemerkenswerter ist dieses Projekt. Vor kurzem konnte bereits das Richtfest gefeiert werden, die Fertigstellung ist für Sommer 2027 geplant.
Aus meiner Zeit in Füssen von 2015 bis 2017 kenne ich dieses Projekt noch sehr gut und habe die Entwicklungen stets mit großem Interesse verfolgt. Mit den Verantwortlichen bin ich bis heute in engem Kontakt verbunden.
Der Pfarrverband Kleinwalsertal hat nun die besondere Gelegenheit zu einer exklusiven Baustellenführung. Begleitet werden wir von Frau Tiedke, Pastoralassistentin und gute Seele der Pfarrei, sowie Mitgliedern des Pfarrgemeinderates. Dabei erhalten wir spannende Einblicke in die Bauphase, die Konzeption des neuen Zentrums, aber auch in die Herausforderungen eines solchen Großprojekts. Anschließend ist ein gemeinsamer Austausch im alten Pfarrheim vorgesehen. Die Dauer beträgt etwa zwei Stunden.
Anmeldung bis 10. Oktober 2026 bei Björn Hopf per Email an bjoern-hopf@t-online.de
Björn Hopf und Sigrid Fritz